Cannabis sativa L. plant

Cannabis sativa L.

Cannabis sativa L. 1753 ist eine Art der Gattung Cannabis. Es handelt sich um eine Pflanze aus der Familie der Cannabaceae, die wieder zu einem Protagonisten in der industriellen Produktion, für Lebensmittelzwecke, für Textil- oder sogar Bauzwecke und für die Papierherstellung geworden ist. Einige narkotische Substanzen sind darin enthalten, jedoch je nach Sorte in unterschiedlichen Prozentsätzen.

Beschreibung von Cannabis Sativa L.

Robuste, aufrechte, raue Pflanze, innere Rinde aus sehr widerstandsfähiger Faser mit dünnen, gegenständigen oder wechselständigen Blättern, unterteilt in 5–11 lineare lanzettliche Segmente. Die Frucht ist eine komprimierte Achäne.

Verwandte Arten

Monotypische Gattung, die in ganz Europa außer in kalten Regionen vorkommt. Aus Eurasien eingebürgert.

Natürlicher Lebensraum

Cannabis sativa L. wird in Italien seit mehreren Jahrhunderten angebaut und ist ein gutes Beispiel für eine Kolonisierungspflanze, da sich Cannabis sehr gut an neue Anbaubedingungen anpasst. Diese Pflanze kommt in der Nähe von bewohnten Gebieten vor, in denen die Böden feucht und reich an Gülle sind, und befindet sich in offenen Gebieten. Auch in Italien kann man in allen Provinzen, aber auch in wilder Form entlang des Flusses und der Großen Seen mehrere spontane Ansiedlungen dieser Pflanze finden.

Andere Namen für Cannabis Sativa L.

Hanf, Gras, Marihuana, Ganja.

Chemische Verbindungen

Die chemischen Verbindungen in Cannabis sativa L. gehören zur Familie der Cannabinoide. In der Pflanze Cannabis Light dominieren insbesondere fünf Verbindungen: Cannabidiol, Cannabhrromen, Cannabigerol, Δ-9-Tetrahydrocannabinol und Cannabinol. Hanf wird für verschiedene kommerzielle Zwecke angebaut und die chemische Zusammensetzung variiert je nach Sorte. Wegen seines Harzes angebauter Hanf enthält in seinen Blütenständen Δ-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Δ-9-Tetrahydrocannabinolsäure (Δ-9-THCA) in höheren Konzentrationen. Hanf, der wegen seiner Ballaststoffe angebaut wird (Industriehanf), enthält bekanntermaßen einen hohen Anteil an Cannabidiol (CBD) und Cannabidiolsäure. Δ-9-THCA ist die Verbindung, die als „Wirkstoffverbindung“ bekannt ist und aus reifen, getrockneten Blütenständen der Pflanze extrahiert wird. In Italien wird die legale Produktion dieser Pflanze durch das Gesetz Nr. 242. Cannabinoidverbindungen wie THC werden zur Qualitätskontrolle der Pflanze verwendet7,8. In der wissenschaftlichen Literatur wurden in Cannabis sativa L. über 97 Arten von Cannabinoidverbindungen identifiziert. Das ätherische Öl der Knospen von Cannabis sativa L. enthält Monoterpene (92 %) und Sesquiterpene (7 %) 9. Andere weniger wichtige Verbindungen wie Ester und Ketone sind bis zu 1 % im ätherischen Öl enthalten. Die beiden wichtigsten in diesem Öl enthaltenen Mono-Terpene sind β-Myrcen (67 %) und Limonen (16 %) 9.